Besser leben mit SSH

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Manchmal braucht es nur einen guten Vortrag, um jahrelange schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Bei mir war es gleich ein Doppelschlag: Auf der GPN24 hat mich Leyrers starker Vortrag Besser Tunneln mit SSH so begeistert, dass ich mir gleich noch den Vorgänger Besser leben mit SSH angeschaut habe. Und siehe da: Besser leben – das geht tatsächlich.

Die Entdeckung: ~/.ssh/config

Ich gebe es zu: Bis dahin hatte ich die Datei ~/.ssh/config schlicht nicht auf dem Schirm. Dabei ist sie ein kleines Wundermittel. Statt jedes Mal umständlich

ssh user@demo.server.de

zu tippen – gefolgt von der obligatorischen Passwortabfrage – reicht plötzlich ein knackiges

ssh demo

Fertig. Eingeloggt. Kaffee noch warm.

So bin ich vorgegangen

Der Weg dahin war erfreulich unspektakulär:

  1. Die config-Datei angelegt
  2. Einen Host mit zwei Aliases hinzugefügt
  3. Den Usernamen eingetragen
  4. SSH-Schlüssel generiert und per ssh-copy-id auf den Server übertragen
  5. In der config das IdentityFile ergänzt
  6. Per ssh-add dem ssh-agent das Passwort des Schlüssels mitgegeben

Und schon war das komfortable Einloggen per ssh demo Realität.

Der letzte Feinschliff: tmux gleich mitstarten

Eine Sache störte mich dann doch noch: Auf bestimmten Servern ist mein erster Befehl nach dem Login immer derselbe – tmux attach. Warum also nicht auch das automatisieren? Auch dafür hat die config eine Antwort. Hier ein Beispiel, wie so ein Eintrag bei mir inzwischen aussieht:

Host pve proxmox
    HostName pve.example.com
    User datenschauer
    IdentityFile /home/datenschauer/.ssh/pve_id_ed25519
    RequestTTY yes
    RemoteCommand tmux attach || tmux new-session

Das RemoteCommand hängt mich direkt an eine bestehende tmux-Session – und falls keine läuft, wird einfach eine neue gestartet. RequestTTY yes sorgt dafür, dass das Ganze auch interaktiv funktioniert.

Fazit

Zwei Vorträge, eine config-Datei, null Reue. Wer SSH täglich nutzt und die ~/.ssh/config noch nicht kennt: unbedingt anschauen. Es ist eine dieser kleinen Quality-of-Life-Verbesserungen, bei denen man sich hinterher fragt, wie man je ohne ausgekommen ist.

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